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Bagno Popolare mit Philipp Furtenbach

Ort 

Vor dem Bad zum Raben

Adresse 

Kurplatz 3B, 5400 Baden

Laufzeit 

24. Juli – 14. August

Die künstlerische Praxis von Philipp Furtenbach ist geprägt von Kollaborationen mit diversen Gruppierungen, mit denen er kommunikative und strukturelle gesellschaftliche Veränderungen vorantreibt. Seit einigen Monaten arbeitet er mit dem Badener Verein Bagno Popolare zusammen. Im Mittelpunkt ihrer Kooperation steht die Frage Wie willst Du baden?, die sie gemeinsam mit Besucher:innen beantworten und die sie zur Grundlage für die Entwicklung eines neuen Bades machen.

In der Stadt sind zu diesem Zweck mehrere Poster zu sehen, die zur Beschäftigung mit den folgenden Fragestellungen auffordern: Wie baden wir heute? Welche Rituale wünschen wir uns beim Baden in Zukunft? Wie wollen wir ein Bad organisieren? Wem gehört eigentlich das Wasser?

Vor dem Bad zum Raben am Kurplatz kann man die Fragen auf einer weissen Wand beantworten oder auf unten stehendem Board. Einfach reinklicken.

Die Antworten werden die Grundlage für gemeinsame Diskussionen über die Zukunft des Vereins bilden. Dazu werden sie, als Teil dieses Projekts nach Vorlarlberg fahren, wo Philipp Furtenbach mit AO& ein Freiluftschwefelbad gebaut hat. Hier treffen sie auf den Wassertal-Verein, der für den Betrieb des Bades gegründet wurde.



Der Verein Bagni Popolari wurde 2017 gegründet und besteht aus einem losen Kollektiv von Kunstkompliz:innen und Kulturhandwerker:innen welche durch Eigeninitiative forschend die Bäderkultur erkunden und mittels Kunstanlässen, Thermalbrunnen und Wasserspielen wieder in der Gegenwart und Zukunft verankern wollen. Sie engagierten sich für den freien Zugang zum Allgemeingut Thermalwasser. Ihr neuestes Projekt ist der Kauf des Badegasthofs «Zum Raben»  mitten im Badener Bäderquartier samt Anteil an der Thermalquelle «Grosser Heisser Stein». Hierfür haben sie eine Genossenschaft gegründet die aus 600 Mitgliedern bestehen wird.

Philipp Furtenbach arbeitet in den Feldern bildende Kunst, Perfor- mance, Architektur sowie Orts- und Systementwicklung und lebt in Wien. Er trägt die Hauptverantwortung für den Methodenkomplex AO&. Viele Arbeiten setzt er gemeinsam mit Philipp Riccabona und Thomas Wisser um. In unterschiedlichsten Umgebungen werden dabei Raumfolgen und Dramaturgien geschaffen, durch die sich außergewöhnliche Bedingungen für Aufenthalt, Kommunikation und Produktion ergeben. In diesem Zusammenhang entstanden bereits temporäre Versammlungsorte in Wien, München, Rom, London, New York und einigen ländlichen Gebieten in Österreich. Für das Projekt Prehabitation haben sich Hanna Burkart und Philipp Furtenbach dazu entschlossen, ihre fixen Wohnsitze aufzugeben, um auf täglicher Basis eine kontemporäre nomadische Lebensform zu entwickeln.

Internationale Künstler:innen werden eingeladen, sich intensiv mit der Badetradition im Kontext sozialer und städtischer Transformation auseinanderzusetzen, um ortsbezogene Arbeiten zu realisieren. Diese sogenannten Anwendungen werden an unterschiedlichen Orten im Stadtraum präsentiert.